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Citrus

Leseprobe:

Italian Sprizz - 

Ein Cocktail aus rot-weiß-grünen Reisegeschichten

…ich kehre zurück zum Sonnenuntergang auf dieser beeindruckenden Panoramaterrasse, in deren Mitte – wie könnte es anders sein – ein riesiges Reiterstandbild von Garibaldi thront. Davor hat sich ein Straßenmusiker positioniert, der "Volare" auf seinem Akkordeon spielt. Ich kann nicht anders, ein Glücksgefühl erfasst mich und ich tanze dazu, wie so viele andere auch. An der Brüstung lehnen glückliche Menschen und genießen den Blick auf die Stadt. Verliebte umarmen und küssen sich, Selfies werden gemacht und das Lachen der Kinder, die vor dem Puppentheater weiter drüben sitzen und begeistert klatschen, klingt zu mir herüber.... 

Einleitung: Buongiorno mit „Italian Sprizz“

 

Lange habe ich nach einem passenden Titel für das Nachfolgebuch von „Italia da sola – 100 Tage, 100 Orte, 100 Glücksmomente“ gesucht, als mir bei einem spontanen Umtrunk mit Freunden in unserem Stammcafé in Birkfeld in der schönen Steiermark der Name sprichwörtlich serviert wurde. Wir bestellten alle die aktuelle Sommercocktail-Kreation der Besitzerin Julia, einen „Italian Sprizz“: erfrischend spritzig, mit einem süß-zitronig-bitteren Geschmack. Da wusste ich, dass es dieser Geschmack ist, der mein Italien am besten beschreibt.

Was ich damit meine? Einerseits und vor allem ist es die Süße und Leichtigkeit im Land, wo die Zitronen blühen, und andererseits gibt es auch die bitteren Seiten des Lebens, mit denen die Menschen in Italien, wie überall sonst auf der Welt, zu kämpfen haben. Den Unterschied zum Rest der Welt erkenne ich darin, dass die Italienerinnen und Italiener allem Anschein nach die besseren Rezepte haben gegen die Widrigkeiten, die ihnen der Alltag so auftischt. Wie etwa ihre im alltäglichen Zusammenleben fest verankerten Rituale, die ihnen Halt, Sicherheit und Zuversicht geben. La famiglia, das gute Essen, das Picknicken mit Freunden und der Familie an Sonn- und Feiertagen, das Musikfestival in Sanremo, der Giro d’Italia und zu guter Letzt der caffè am Morgen in der Bar, wo „La Gazzetta dello Sport“[5] pünktlich aufliegt. Wenn dann endlich wieder der eigene Fußballverein ein Spiel gewonnen hat, ist die Welt ohnehin in bester Ordnung. Rituale, die die Menschen eines so vielfältigen und riesigen Landes im Inneren fest zusammenhalten.

Meine Motivation für dieses Buch liegt nicht darin, dass Sie, liebe Leserin, lieber Leser, meinen Spuren folgen - was mich natürlich auch freut, sollten Sie es tun –, vielmehr wünsche ich mir, dass meine Reisegeschichten Sie ermutigen, das Verreisen, und wenn es nur ein Tagesausflug in Ihrer Heimatregion ist, ganz zu Ihrer persönlichen Expedition zu machen. Es gibt so vieles zu entdecken, wenn man mit allen Sinnen und, was ich sehr empfehle, allein unterwegs ist.

Allein reisen bedeutet für mich, sich offen und erwartungsfrei einzulassen auf alles, was einem begegnet. Im Vergleich zu früher ist das Reisen viel einfacher geworden und dennoch gibt es immer wieder Situationen, die einem einiges abverlangen. Aber genau die haben mich geformt und selbstsicher gemacht und mich für den mitunter herausfordernden Alltag unglaublich gestärkt. Das Wertvollste für mich ist jedoch, dass ich auf meinen Reisen unendlich viel gelernt habe; am meisten über mich selbst. Allein reisen ist Magie, eine transformierende Erfahrung, die mir unvergessliche Momente schenkt.

Mit dem Buch, das Sie in Händen halten, nehme ich Sie mit auf drei Italienreisen, die unterschiedlicher kaum hätten sein können. Mit dem Kapitel „Die Berge hinter, Italien vor mir“ fangen meine Geschichten im Friaul an. Weiter geht es im zweiten Teil mitten ins Herz Italiens, nach Rom, wo ich drei unglaublich großartige Wochen verbringen durfte. Der dritte und letzte Abschnitt führt ganz hinunter in den Süden. Mein Bus Freddie hat sich auch diesmal wieder grandios bewährt und sogar ein Verfolgerauto vor Matera nach 007-Manier abgehängt. Die Macht war wieder einmal mit uns – oder zumindest Meister Yoda, mein Maskottchen, das einen fixen Platz hinter der Windschutzscheibe hat.

In den unvermeidlichen Staus und auch abends im Bus hatte ich viel Zeit, meine Lieblingsmusik zu hören. La canzone Italiana ist nationales Kulturgut und ich liebe die italienische musica leggera (Unterhaltungsmusik) weil sie mich direkt in die Seele Italiens blicken lässt. Auch auf diesen Reisen durfte ich wunderbare und hilfsbereite Menschen und faszinierende Orte kennenlernen. Es ist diese italienische Lebensart, die auf ihre ganz besondere Weise die Seele streichelt und glücklich macht. Nicht alles war perfekt, aber in den meisten Aspekten ziemlich nah dran.

Vieni con me in Italia!

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